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W I N T E R
Blau, Weiß und Silber
sind die Farben im Winter.
Jedoch nicht die Zeit des Dunkeln,
nein, silbern nun funkeln
die Kristalle im Licht,
was unsre Trübsal durchbricht.
Scheinbar tot und ohne Leben,
Bäume stehn an unsren Wegen.
Es ist nun die Zeit zu verharren,
auf den neuen Keim zu warten,
der den frostigen Boden durchsticht
und neues Leben uns verspricht.

F R Ü H L I N G
Die Natur ist erwacht!
In verschwenderischer Pracht
konkurrieren Blumen und Bäume,
um die Erfüllung der Träume,
die wir im Trüben einst hegten.
Und überall uns begegnen
nun leuchtende Farben,
um unsre Seele zu laben.
Es ist das Gurren der Tauben,
ein Blinzeln der Augen,
betörender Duft in der Luft liegt
und uns in Glückseligkeit wiegt.

S O M M E R
Das Werk ist vollbracht,
die Sonne hoch vom Himmel lacht.
Die Natur ihren Zenit überschreitet,
Mensch und Tier die Tafel bereitet.
Eine Wonne zu sehen, wie alles gereift,
aus einst nackter Erde es gedeiht.
Das Feld, goldgelb im Ährenstand,
wartet auf des Bauern Hand,
und vom Baum uns lockt entgegen
rotbäckige Frucht an allen Wegen.
Es ist die Zeit, die Taschen zu füllen
mit den vielen köstlichen Dingen.

H E R B S T
Der Herbst ist da.
Es neigt sich das Jahr.
Morgennebel sich über die Wiesen legt
mit Netzen, aus glitzernden Perlen gewebt.
Noch die Sonne den Kampf gewinnt
und den Vorhang zart durchdringt.
Aber bevor alles vergeht,
die Natur es dennoch versteht,
uns zu begeistern aufs neue,
auf dass jeder sich erfreue:
Die letzte Farbe sie verschwendet,
bevor dann doch alles endet.

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